Anleitung Airbrush Karosserie

Wie lackiere ich meine Karosserien?

Diese Frage taucht immer wieder in den unterschiedlichsten Foren auf und nicht selten hat der Fragesteller die Erfahrung gemacht, dass es mit "irgendwelchen" Lacken, oder Farben nicht funktioniert. R-Style-body Karosserien im Modellbau werden aus Polycarbonat-Platten tiefgezogen[/caption] Eine Karosserie (engl. body) wird im Modellbau aus thermoplastischem Kunststoff (PC) hergestellt. Viele kennen diesen Kunststoff unter dem Handelsnamen Lexan, tatsächlich handelt es sich jedoch um Polycarbonate.

Herstellung von RC Karosserien

Alle Karosserien im Modellbau werden durch Tiefziehen hergestellt. Dabei gibt es eine Form der Karosserie, über welche mit Hilfe von Vakuum die erwärmte Polycarbonat-Platte gestülpt wird. Nach dem Abkühlen erhält man eine schlagfeste, stabile Karosserie, welche klar und durchsichtig ist und mit passenden Farben lackiert werden kann.

Welche Farbe soll ich verwenden?

airbrush
Polycarbonate sind Kunststoffe welche sehr stabil sind und sich ideal für den Schutz einer RC-Anlage eignen. Die verwendeten Farben dürfen nach dem Austrocknen nicht spröde sein und mit dem Kunststoff eine entsprechende Verbindung eingehen.
Im Modellbau gibt es dafür spezielle Farben, die in Form von Spraydosen, oder als Airbrush-Farben erhältlich sind.

Benötigte Materialien

Modellbau Karosserien werden immer auf der Innenseite lackiert! Je nach Hersteller kann es sein, dass die ursprüngliche Form der Karosse mit Trennmittel behandelt wurde. Um ein bestmögliches Ergebnis zu erhalten, muss die Karosserie als erstes gereinigt werden.

Die Reinigung

Vor den Lackierarbeiten ist es notwendig die Lexankarosserie zu reinigen, die geht am einfachsten mit Spülmittel aus dem Haushalt und einem weichen Pinsel, oder Schwamm.
Vor einigen Jahren wurden Karosserien zusätzlich mit Scheuermilch, oder einem Topfreiniger angeschliffen, weil man so die Haftfähigkeiten ungeeigneter Farben erhöhen wollte. Davor ist dringend abzuraten! Durch das Anschleifen des Polycarbonat wird es milchig und stumpf, was den Farben ihren Glanz nimmt und das Gesamtergebnis trübt.
Nachdem die Karosserie mit warmem Wasser und Spülmittel gesäubert wurde, wird sie gründlich mit Hilfe von Haushaltstüchern getrocknet und anschliessend mit Hilfe eines Haarföns die verbleibende Restfeuchtigkeit aus der Karosserie geblasen.

Das Design

Wer mit Hilfe von Farbsprays lackiert, wie es sie von Tamiya oder RC Car Colour gibt, der kann mit Maskierband, oder Malerkrepp seine Karosserie abkleben. Mit Hilfe eventuell beiliegender Fensteraufkleber werden auch diese abgeklebt, um später einen möglichst realistischen Look zu erhalten. Für aufwendige Lackierarbeiten und fortgeschrittene Anwender empfiehlt sich Liquid Mask - flüssige Maskierfolie Liquid Mask - flüssige Maskierfolie flüssige Maskierfolie, welche sich mit einem Pinsel, oder einer Spritzpistole auftragen lässt und anschliessend mit einem Messer von Hand geschnitten wird.

Der Lackiervorgang

Mit Farbsprays sollte immer im Freien lackiert werden, da diese Farben einen großen Farbnebel erzeugen, welcher sich überall niederschlägt. Airbrusher sollten für eine gute Lüftung und einen abgegrenzten Bereich sorgen.
...von Dunkel nach Hell... Um Schatten zu vermeiden muss immer mit der dunkelsten Farbe begonnen werden, alle helleren Farbtönen kommen zum Schluss.
Spraydosen müssen vor der Verwendung gründlich geschüttelt werden, damit sich die Trägersubstanz mit den Farbpigmenten sauber vermischt. In einem Abstand von ca. 30 cm werden dünne Farbschichten in die Karosserie gesprüht. Dabei sollte die der Farbauftrag immer in einer Richtung erfolgen. Nach dem ersten Farbauftrag darf die Karosserie auf keine Fall blickdicht mit Farbe bedeckt sein! Je dünner der Auftrag um so besser das Ergebnis. Nachdem die einzelne Schicht angetrocknet ist, kann man diesen Vorgang ca. 4-7 mal wiederholen und dabei immer wieder die Richtung ändern, damit sich die einzelnen Farbpartikel sauber übereinander legen können.
Bei einem Farbwechsel ist es wichtig, dass die Farbe ca. 30-45 Minuten Zeit hat um abzutrocknen. Ein zu schneller Wechsel kann zur Verfälschung oder Verfärbung der einzelnen Farben führen.

Farbeffekte

Nachdem die Karosserie lackiert ist, sollte sie noch "versiegelt" werden. Lexansprays, wie sie im Modellbau erhältlich sind, sind in aller Regel Spritfest, dies trifft aber auf Airbrush-Farben nicht zu! Für Airbrushfarben gibt es farblose Schutzlacke, welche jedoch oftmals die Farben spröder machen. Wir empfehlen zum Versiegeln von Airbrushfarben  Lewan-Sprays.
Grundregel: Leucht- und Neonfarben werden mit weißer Farbe hinterlegt, damit bekommen Sie erhöhten Glanz. Dunkle Farben und Metallic-Farben, wie Gold, Silber werden mit schwarzer Farbe hinterlegt. Wer aus normalen Farben einen Metallic-Effekt bekommen möchte, der kann mit silber und anschliessend schwarz hinterlegen.
 

Trocknungszeit

Auch wenn sich die Farbe relativ schnell nach wenigen Stunden anfühlt, als wäre sie trocken, die Trocknungszeit bei Raumtemperatur kann bis zu 48 Stunden betragen. Erst nach dieser Zeit sind die Farben vollständig trocken und weisen die maximale Haftfähigkeit und Kratzfestigkeit auf.

Zusätzlicher Schutz von Lackierungen

106280_hudy-modellbau-106280-karosserie-fix---fluessiglexan-1094ml Mit Hilfe von Hudy Body Fix kann die Lackierung nach dem Trocknen zusätzlich an den Stellen geschützt werden, an denen die Karosserie gerne anliegt und damit ein Verkratzen der Lackierung unumgänglich ist.

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