Sorgenfrei durch LiPo-Umbau
Startboxen gibt es wie Sand am Meer und die meisten sind auch vom Aufbau her sehr ähnlich.
Der tatsächlich größte Unterschied liegt darin, ob zwei Motoren in der 540-er Größe zur Verwendung kommen, oder ob es nur ein Motor der 740-er Größe ist.
Ob nun 2 Motoren, oder nur einer verwendet werden, ist eher Geschmackssache, als wirklich ausschlaggebend, Probleme beim Startvorgang werden an anderer Stelle erzeugt! Schalter, sowie Kontakte sind die häufigsten Verusracher von Problemen.
Um ein unbeabsichtigtes Anlaufen der Startbox zu vermeiden kommen oftmals recht billige Schalter zum Einsatz, deren maximal verträglicher Strom bei weitem geringer ist, als das Geforderte.
Die verwendeten Schalter vertragen in aller Regel gerade mal 3 Ampere, bei der Startbox fliessen allerdings in aller Regel 30-70Ampere; ist man sich dessen bewusst, so ist es auch klar, warum Startboxen oftmals den dienst nach dem zweiten oder dritten Mal quittieren.
Für den 8ight 2.0 EU Competition Buggy gibt es eine fast perfekte Startbox, leider hat auch diese einen recht klein dimensionierten Schalter, sodass ein Defekt nicht lange auf sich warten lässt!
Hier mal einige Bilder vom Umbau einer Losi Startbox mit 70A Relais aus dem KFZ-Bereich:
1. Fehlerquellen beseitigen
Am Motor der LOSI Startbox sind auf dem Minus- und Plus-Pol Entstörspulen gelötet, diese sind direkt angelötet und “dienen” auch dazu die Schwingungen bei laufender Startbox zu dämpfen. Der Draht der Spulen ist rech unflexibel und die Spulen mit ihrem Kern schwer, sodass sie gerne abbrechen.
Diese Spulen wurden sofort entfernt, weil einfach nicht nötig.
2. Entfernen der original Kabel
Die ursprüngliche Verkabelung wird entfernt, da die Kabel recht steif und hart sind, die Verkabelung über den Schalter verläuft, der nur 1/10 des minimal benötigten Stroms verträgt und die Anschlüsse nur gesteckt bzw. verschraubt sind, was wiederum für einen höheren Übergangswiderstand sorgt.
3. Direktes verlöten von Kabeln
Alle Kabel werden direkt verlötet um so einen möglichst geringen Widerstand zu haben und ein Höchstmass an Sicherheit zu bekommen.
Auf dem Bild ist neben dem Motor ist ein 12V/70A Schalt-Relais zu sehen, an dessen Kontakte die Kabel direkt angelötet werden.
Alle Kabel, die zum Motor führen haben einen Querschnitt von 4qmm, das Relais wird über 2,5qmm Kabel “angesteuert”.
Die Schaltkontakte der Startboxwippe werden ebenfalls direkt verlötet.
Mussten über diesen dünnen Kontakt im Originalzustand ca. 30-70Ampere fliessen, ist dies mit der neuen Verkabelung nur noch ein Bruchteil dessen, da nur noch der Strom für das Schaltrelais fliessen muss!
Die vollständige Verkabelung nimmt mehr Platz ein, bietet mehr Sicherheit und lässt höhere Ströme zu.
Alle Kontakte sind direkt verlötet und mir Schrumpfschlauch gegen Kurzschlüsse gesichert.
4. Verkabelung Akku – Ladebuchsen
Aktuelle Akkus sind in der Lage die geforderten 70A kurzzeitig abzugeben, oftmals auch noch höher!
Es macht natürlich keinen Sinn, wenn wir überall dickere Kabel hernehmen, Übergangswiderstände reduzieren und dann aus Bequemlichkeit mit den üblichen Tamiya-Steckern uns abspeisen lassen.
Diese Stecker sind zwar wegen der Kompatibilität sehr beliebt und sehr verbreitet, leider jedoch nicht mehr Zeitgemäß!
Um unsere Akkus vernünftig laden zu können, wurden 4mm Buchsen eingebaut, diese sind von Aussen zugänglich und man kann die Akkus ohne Abstecken laden, dafür mussten wir jedoch eine Verbindung basteln, die auf dem Bild zu sehen ist.
Mit Hilfe der Ladebuchsen können die 2 in Serie geschalteten 7,2Volt Stickakkus von Hacker Motor, ohne Ausbau oder Umstecken von Aussen geladen werden.
Über diese Buchsen ist auch zur Not eine Spannungsversorgung von Aussen möglich.
Hochstromstecker und Buchse (DEAN´s PLUG) werden anstatt der üblichen Tamiya-Stecker verwendet. Diese Stecker vertragen einen Strom von 60A auf Dauer und kurzzeitig bis zu 80A – sind also ausreichend dimensioniert.
Der sichtbare Heisskleber dient nach dem Einschrumpfen als Zugentlastung für die Lötstellen, falls doch mal umgesteckt wird.
5. Deckel drunter!
Nachdem wir sauber gearbeitet haben und alles vernünftig getestet ist, kann man die Unterseite ruhig verschliessen!
6. Letzte Fehlerquelle beseitigen!
Der Griff in der ursprünglichen Version drückt ganz leicht auf den Schalter und schaltet diesen aus.
Durch Modifizieren des Griffs, hat sich dieses Thema aber auch erledigt.
Viel Spaß beim Nachbau!

















